Essenerinnen und Essener für Klimaneutralität 2030

Klimaschutz wird immer mehr Menschen wichtig. Auch in Essen wächst die Zahl derer, die sich einen Wandel wünschen und deshalb den KlimaEntscheid Essen unterstützen. Wir haben nachgefragt, was sie im Einzelnen dazu bewegt.

Herbert Knebel

“Ich bin KlimaEntscheider, weil frische Luft kannse nich genug kriegen und außerdem, wer weiß, wenn die Permafrostböden auftauen, watt da für Viecher rauskommen.”

Herbert Knebel

“Ich unterstütze den KlimaEntscheid Essen, weil die Stadt ein sehr typisches Stück Deutschland ist, das zeigt, dass das alte Versprechen von der unabhängigen und freien Mobilität mit dem Auto nicht mehr funktioniert. Ohne eine gezielte nachhaltige und sozial gerechte Verkehrspolitik, die in ökologisch zukunftsfähige Verkehrsangebote, wie den ÖPNV, Radwege oder Sharing-Angebote investiert, wird niemand mehr von A nach B kommen. Essen könnte die Stadt der Verkehrswende sein, man braucht nur Mut.
(Foto: David Ausserhofer)”

Dr. Andreas KnieMobilitätsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Andreas Knie
Dalia El-Shaal

“Ich unterstütze den KlimaEntscheid, weil ich mir für meine Mitmenschen, mich und spätere Generationen wünsche, dass sie in einer sauberen, emissionsfreien Umgebung aufwachsen können. Wenn auch du diesen Wunsch teilst, dann werde noch heute KlimaEntscheider*in! (Foto: WAZ/Kerstin Kokoska)”

Dalia El-ShaalInhaberin Miss Planty

“Klimaneutralität 2050 ist aus wissenschaftlicher Sicht hochriskant. Die Funktion verschiedener grundlegender Systeme des Planeten sind in akuter Gefahr. Wir müssen jetzt umsteuern, daher stehen wir hinter dem KlimaEntscheid Essen und seiner Forderung!”

Thomas OlzamowskiFraunhofer ITWM und Scientists for Future Rhein/Ruhr
Thomas Olzamowski

“Meine Tochter ist HEUTE 11 Jahre alt. Ich kann auch ihr gegenüber die Verschiebung wichtiger Ziele um weitere 20 Jahre nicht verantworten. Darum muss ich mich HEUTE für das Richtige einsetzen. Deswegen unterstütze ich JETZT den KlimaEntscheid Essen.”

Sabine OsthoffSchauspielerin

“Ich unterstütze den KlimaEntscheid in meiner Heimatstadt, weil unsere Städte die Orte sind, an denen sich die Klimakrise entscheidet.
Und mit dem KlimaEntscheid bestimmen wir heute mit, wie der Weg in eine lebenswerte Zukunft gelingen kann.
Essen war und ist Vorreiter beim Strukturwandel – Essen kann wieder Vorbild sein, wenn wir wollen!”

Jona KnaupLandschaftsarchitekt, Vertretungsberechtigter REE

“Wir leben als vierköpfige Familie seit über 8 Jahren klimaneutral, besitzen kein Auto, steigen in kein Flugzeug, ernähren uns bio/regional/saisonal. Viele Menschen aus unserem Umfeld fragen uns, ob das nicht fürchterlich anstrengend sei. Ich staune immer wieder über diese Frage, denn unser Leben ist unglaublich bereichernd! Mit dem Nachtzug nach Italien, mit dem IC an die Nordsee, mit dem Flixbus quer durch die Schweiz - mehr leuchtende Kinderaugen im Urlaub geht nicht.
Ich kenne die Bauern, die mein Gemüse anbauen, persönlich und liebe jede einzelne Karotte, die ich in den Händen halte. Das tägliche Radfahren hält mich gesund und fit, beim Arzt war ich seit vielen Jahren nicht mehr. Auch meine Kinder sind das ganze Jahr an der frischen Luft und in Bewegung und waren noch nie ernsthaft krank.
Klimaneutral leben heißt für mich: Echten Reichtum erfahren. Reichtum an Erfahrungen, an Wertschätzung und an Begegnungen mit anderen tollen Menschen, die für die Zukunft unseres Planeten brennen.”

Marianne SteinmeyerSoziologin, Klimaaktivistin und zweifache Mutter

“Ich unterstütze den KlimaEntscheid, denn konsequenter Klimaschutz ist das Gebot der Stunde. Wenn wir das 1,5- Grad-Ziel noch einhalten wollen muss das Runterfahren der Emissionen in den nächsten 10 Jahren gelingen. Diese große Transformation muss gerade auch in den Kommunen vorangetrieben werden, denn hier muss ein klimagerechtes Mobilitätssystem, müssen klimaneutrale Gebäude, eine Energieversorgung basierend auf Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz usw. aufgebaut werden. Ja, es erfordert große Investitionen, aber wir sollten es als Apollo-Programm für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und die Modernisierung der Wirtschaft betrachten. Der Stern-Report hat es schon vor 14 Jahren gezeigt und es wird immer deutlicher: die Kosten des Nichtstuns oder unzureichender "Klimapakete" kommen uns am Ende teurer zu stehen”

Dr. Björn AhausUniversität Duisburg-Essen / Initiator Bürgerbegehren RadEntscheid Essen

“Wir als großer Sozialverband engagieren uns seit 100 Jahren für Menschen. Dabei ist es von Anfang an unser Ziel, gerade den Schwächsten in unserer Gesellschaft ein würdiges Leben zu ermöglichen. Neben den sozialen Bedingungen gehört gerade heute eine intakte Umwelt zu den Grundvoraussetzungen für eine lebenswerte Existenz. Soziale Gerechtigkeit ist unmittelbar mit der Klimafrage verknüpft, denn die Folgen des Klimawandels treffen zuerst die Ärmsten. Deshalb engagieren wir uns nicht nur im unseren Einrichtungen wie den 24 Kitas und den sechs Pflegeheimen für Nachhaltigkeit. Wir wollen auch politisch ein Zeichen setzen und unterstützen den KlimaEntscheid Essen.”

Oliver KernGeschäftsführer des Essener AWO Kreisverbandes

“Ich unterstütze den KlimaEntscheid, weil es nicht genug Ebenen geben kann, auf denen Klimaschutz angeschoben und in die Tat umgesetzt wird. Um eine echte Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft realisieren zu können, müssen alle anpacken: Bürger*innen, Verwaltungen, Städte, Wirtschaft (große & kleine Unternehmen!), Politik, Wissenschaft. Jede*r trägt die Verantwortung zum Handeln! Die Bündelung von Kräften, das Eingehen von Kompromissen sowie plausibles und zielgerichtetes Handeln ist heute essentiell und unabdingbar. Hören wir auf zu reden und verlieren wir keine Zeit, denn wir haben keine (mehr)!”

Ulrike TrenzCo-founder Impact Hub Ruhr

“2007 haben wir als Sportverein in Essen-Holsterhausen eine Sportstätte im Passivhausstandard gebaut. Neues und altes nachhaltig miteinander verbinden und ein Zeichen setzen. Das war und ist unser Anliegen. Klimaschutz wirksam umsetzen und zum Lebensprinzip zu machen, das ist eines unserer Vereinsziele. Es ist anstrengend, wie ein Marathonlauf, aber wir kommen ans Ziel. Deshalb unterstützen wir den KlimaEntscheid Essen.”

Peter Wehr1. Vorsitzender Tvg. Holsterhausen

“Für einen engagierten Essener der in der Gartenstadt Margarethenhöhe seine Heimat gefunden hat, gilt es ein besonderes Augenmerk auf die Natur zu haben. Die vielen Jahre des „Weiter so“ haben inzwischen klar erkennbare Spuren hinterlassen und zeigen, dass man mit der Umwelt nicht verhandeln kann. Daher müssen wir hier gemeinsam effizienter und schneller mit den Maßnahmen werden!”

Michael ManderscheidVorsitzender SPD-Ortsverein Margarethenhöhe
Michael Manderscheid

“Als Superintendentin der Evangelischen Kirche in Essen unterstütze ich die Initiative KlimaEntscheid, weil das kommende Jahrzehnt das letzte ist, in dem wir die Erderhitzung noch auf 1,5 Grad begrenzen können. Als Christ*innen glauben wir daran, dass die Erde uns anvertraut ist und wir Verantwortung haben. Wir sehen die Natur als Schöpfung Gottes und deshalb ist es uns auch nicht egal, was sie zerstört. Sicher werden wir um die konkreten Schritte ringen müssen – der Klimastadtplan für Essen zeigt viele gute Möglichkeiten!”

Marion GreveSuperintendentin

“Wir unterstützen den KlimaEntscheid, weil wir mit unserer Musik und als Personen für eine bunte und lebenswerte Welt stehen. Essen ist unser Lebens- und Schaffensraum und unser Herz schlägt für das Ruhrgebiet und die Menschen, die hier leben. Deshalb möchten wir uns dafür einsetzen, dass lokal alle Maßnahmen getroffen werden, um global die Klimakrise zu bewältigen.”

Banda SenderosMusiker
Florian Bartsch

“Wo, wenn nicht auf lokaler Ebene können wir etwas bewegen? Der KlimaEntscheid ist mir wichtig, weil wir jetzt und hier aktiv werden müssen, wenn wir für uns und unsere Kinder eine lebenswerte Welt erhalten wollen!”

Florian BartschGeigenbauer

“Ich unterstütze den KlimaEntscheid als Teil-Initiative der Rettung der Welt und somit der Menschheit. Wenn wir den Planeten noch eine Weile bewohnen wollen, müssen wir alles dafür tun, dass er auch bewohnbar bleibt. Auswandern auf den Mars oder irgend einen anderen Planeten ist meiner Meinung nach eine der dümmsten Ideen die momentan verfolgt wird. Und deshalb gilt es, alle Kraft in die Erhaltung unserer Erde zu stecken. In unserer unmittelbaren Umgebung - der Stadt in der wir leben - anzufangen, ist ein machbarer Schritt und kann in unser tägliches Handeln einfließen.”

Helena MohrVon Grünstadt
helena von gruenstadt

“Mir ist bewusst, wie wichtig meine Entscheidungen und mein Handeln für nachfolgende Generationen sind. Doch nur gemeinsam können wir es schaffen, bis 2030 aus Essen eine grüne, moderne und klimaneutrale Großstadt zu machen. Jeder von uns trägt durch seine bewussten Entscheidungen dazu bei, uns und unseren Kindern auch zukünftig qualitativ hochwertigen Lebensraum zu bieten! Essen muss mit gutem Beispiel voran gehen und die CO2-Emissionen schnellstmöglich senken. Nicht irgendwann, sondern jetzt! Als KlimaEntscheider trage ich meinen Teil dazu bei.”

Michael HufnagelPosaunist, Essener Philharmoniker

“Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, dass sich alle Menschen ihrer Einbindung in die soziale und natürliche Umwelt bewusst werden und erkennen, dass sie nur dadurch in sozialer Gerechtigkeit und in Frieden leben und sich entwickeln können. Uns NaturFreunde ist es dabei ein wichtiges Anliegen einen Beitrag zum weltweiten 1,5° - Ziel zu leisten. Um dies zu erreichen müssen wir schnell starten um Essen bis spätestens 2030 klimaneutral zu gestalten. Wir als 10. größte Stadt in Deutschland und als Kultur-, sowie Grüne Hauptstadt Europas haben das Zeug dafür. Im Ruhrgebiet haben wir schon ganz andere Wandel vollzogen, lasst uns JETZT anfangen.”

Simon GrundmannVorsitzender NaturFreunde Essen-West
cbd-shop-essen

“Ich unterstütze den KlimaEntscheid, weil es wichtig ist regional zu handeln und die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Jeder kann helfen, allein schon mit seiner Unterschrift. Und wer weiß, vielleicht können wir gemeinsam dazu beitragen unsere Stadt Essen klimafreundlicher und ‘grüner’ zu gestalten.”

Phillip SpittlerCBD Shop

“Jeder kann und sollte sein eigenes Verhalten anpassen und möglichst Ressourcen sparend leben und nicht unnötig konsumieren. Aber Klimaschutz darf keine Privatsache bleiben. Damit meine ich, dass wir vor allem dafür sorgen müssen, dass die Hauptverursacher wie z.B. die großen Energie- und Industriemonopole in die Mangel genommen werden! Wir brauchen ein grundlegend anderes Wirtschaftssystem, eines das auf Kooperation beruht und nicht auf Konkurrenz und Ausbeutung von Mensch und Natur.”

Frank SchweizerhofFreiberufler (Dipl. Ing. Medientechnik)

“In der Stadt müssen alle Bedürfnisse zu Fuß zu erledigen sein. Kindergärten, Schulen, Lebensmitteleinkäufe, Ärzte, Apotheken, Erholungsräume, Grün, Freizeitaktivitäten… - zu Fuß in 15 Minuten – passt die Infrastruktur an! Die Stadt muss wieder menschenorientiert und attraktiv werden. Mobilität muss ihren Beitrag zum Klimaerhalt leisten – Geht zu Fuß so oft es geht! Wir unterstützen den KlimaEntscheid Essen und seine Forderung nach Klimaneutralität bis 2030.”

Wolfgang PackmohrFUSS e. V. Ortsgruppensprecher Essen

“Ich unterstütze den KlimaEntscheid, weil mir Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel persönlich wie auch beruflich sehr wichtig sind. Ich möchte, dass die Zukunft meiner Kinder und Enkel von der Erderhitzung nicht zerstört wird. Dazu müssen wir heute auch in Essen neue Wege gehen, denn oftmals ist das „Weiter so” nur eine Palliativ-Politik – Sterbebegleitung! Das kann man gut an der Essener Stadtplanung beobachten, die in Ihrer Bauwut die Notwendigkeit von Energie-, Verkehrs- und Klimawende ignoriert und damit die Entwicklung ganzer Stadtteile bedroht. Dies ist auch für mich als freier Stadtplaner eine Motivation, mich immer wieder für einen Stadtwandel einzusetzen.”

StadtplanerBKR Essen