Unser Weg

Der KlimaEntscheid Essen setzt auf demokratische Mittel: Per Bürgerbegehren und – falls notwendig – Bürgerentscheid wollen wir den Essener*innen die Möglichkeit geben, anstelle des Rats über das existenzielle Thema Klimaneutralität zu entscheiden. Dass das Zieljahr 2030 tatsächlich möglich ist, zeigt unser KlimaStadtPlan.

Das Bürgebegehren

Im ersten Schritt haben wir dazu ein Bürgerbegehren gestartet. Das bedeutet: Wir haben unsere Forderung bei der Stadt zur Kostenschätzung eingereicht. Sobald die Schätzung vorliegt, beginnen wir mit der Unterschriftensammlung. Unterzeichnen dürfen dann alle wahlberechtigten Bürger*innen ab 16 Jahren mit erstem Wohnsitz in Essen.

Die Anzahl der erforderlichen Unterschriften richtet sich nach der Zahl der Wahlberechtigten in Essen. Damit unser Antrag überhaupt zugelassen wird, müssen ihn mindestens drei Prozent unterschreiben.

Den unterzeichneten Antrag reichen wir bei der Stadt ein – nach Prüfung der Zulässigkeit entscheidet dann der Rat. Dieser kann sich dem Bürgerbegehren anschließen oder einen Kompromiss anbieten. Fällt beides aus, kommt es zum Bürgerentscheid.

Der KlimaEntscheid Essen braucht rund 15.000 Unterzeichner*innen oder mehr.

Unser Klimastadtplan

Klimaentscheidessen Team Foto WAZ

Klimaneutralität bis 2030 ist möglich und vor allem auch wirtschaftlich. Das zeigt unser Klimastadtplan, den unsere Dachinitiative GermanZero mit Politik- und Umweltfachleuten sowie dem KlimaEntscheid Essen entwickelt hat.

Die Zusammenstellung nennt das CO2e-Minderungspotenzial in den Sektoren Strom, Gebäude (Wärme), Verkehr und Industrie und skizziert Maßnahmen. Dazu gehören der Ausbau von Photovoltaik, Anreize für breitflächige Wärmedämmung oder auch Förderprogramme und Motivationskampagnen, um Wirtschaft und Bevölkerung einzubeziehen.

Modellrechnungen zeigen: So stehen den Investitionen für Klimaneutralität bis 2030 deutlich höhere Klimaschadenskosten bei Nichthandeln gegenüber; zudem würden durch Klimaneutralität 2030 über 35.000 Arbeitsplätze entstehen.

Der KlimaStadtPlan für Essen zeigt also, dass Klimaneutralität möglich ist und sich unterm Strich lohnt. Jetzt braucht es politischen Willen und eine klare Entscheidung für die Zukunft in Essen und anderswo. Daran wollen wir mitwirken.