Unser Weg

Die Stadt Essen erfüllt unsere Forderung teilweise und berechnet Klimaneutralität bis 2030. Bis zur Entscheidung im Juni ist das Bürger*innenbegehren ausgesetzt. Bis dahin wollen wir so viele Essener*innen wie möglich von Klimaneutralität 2030 überzeugen. Gemeinsam können wir dem Rat der Stadt Essen Rückenwind für mutige Entscheidungen geben.

Was bisher geschah

Der KlimaEntscheid Essen setzt auf demokratische Mittel und die Kraft der Debatte.

Im September 2020 haben wir deshalb ein kassierendes Bürger*innenbegehren gestartet und unsere Forderung bei der Stadt zur Kostenschätzung eingereicht. Anfang 2021 hat die Stadt uns darüber informiert, dass sie unsere Foderung teilweise ohne Unterschriftensammlung erfüllt und Klimaneutralität 2030 berechnen lässt. Bis zur Entscheidung über das künftige Klimaziel ist das Bürger*innenbegehren ausgesetzt.

Was machen wir in Zwischenzeit? Eine Kampagne!

  1. Informieren: Alle Essener*innen sollen wissen, dass der Rat der Stadt Essen am 30. Juni 2021 eine Jahrhundert-Entscheidung trifft und was deren Folgen sein könnten.
  2. Aktivieren: Wir wollen die Menschen in Essen für eine klimaneutrale Stadt 2030 begeistern und davon überzeugen, dieses Ziel zu unterstützen.
  3. Motivieren: Wir wollen den Rat der Stadt Essen dazu motivieren, eine Entscheidung für Essen zu treffen.

Wir gehen davon aus, dass die Mitglieder des Rats der Stadt Essen eine zukunftsfähige und mutige Entscheidungen treffen, mit der sie auch 2030 noch leben können. Für den unwahrscheinlichen Fall einer Fehlentscheidung, sind wir vorbereitet: Die Sammel-Crew steht in dern Startlöchern, die Sammelstellen sind gebrieft, die Klemmbretter warten stapelweise. So werden wir es schaffen, die rund 15.000 Unterschriften einzusammeln.

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Unterzeichnen dürfen dann alle wahlberechtigten Bürger*innen ab 16 Jahren mit erstem Wohnsitz in Essen. Die Anzahl der erforderlichen Unterschriften richtet sich nach der Zahl der Wahlberechtigten in Essen. Damit unser Antrag überhaupt zugelassen wird, müssen ihn mindestens drei Prozent unterschreiben. Den unterzeichneten Antrag reichen wir bei der Stadt ein – nach Prüfung der Zulässigkeit entscheidet dann der Rat. Dieser kann sich dem Bürgerbegehren anschließen oder einen Kompromiss anbieten. Fällt beides aus, kommt es zum Bürgerentscheid.

Was wir jetzt tun

Am 30. Juni 2021 werden die Mitglieder des Rats der Stadt Essen für oder gegen Klimaneutralität bis 2030 entscheiden. Bis dahin wollen wir die Politik sowie so viele Menschen wie möglich davon überzeugen, dass frühe Klimaneutralität alternativlos ist. Dazu wollen wir den Austausch mit der Politik pflegen und in die Öffentlichkeit bringen, was derzeit hinter den Kulissen des Rathauses passiert: die Vorbereitung einer historischen Entscheidung.

Wir haben jetzt die Chance, wirklich etwas zu bewirken. Mit vereinten Kräften wollen wir der Politik Rückenwind geben. Werde jetzt KlimaEntscheider*in.

Unser Klimastadtplan

Klimaentscheidessen Team Foto WAZ

Klimaneutralität bis 2030 ist möglich und vor allem auch wirtschaftlich. Das zeigt unser Klimastadtplan, den unsere Dachinitiative GermanZero mit Politik- und Umweltfachleuten sowie dem KlimaEntscheid Essen entwickelt hat.

Die Zusammenstellung nennt das CO2e-Minderungspotenzial in den Sektoren Strom, Gebäude (Wärme), Verkehr und Industrie und skizziert Maßnahmen. Dazu gehören der Ausbau von Photovoltaik, Anreize für breitflächige Wärmedämmung oder auch Förderprogramme und Motivationskampagnen, um Wirtschaft und Bevölkerung einzubeziehen.

Modellrechnungen zeigen: So stehen den Investitionen für Klimaneutralität bis 2030 deutlich höhere Klimaschadenskosten bei Nichthandeln gegenüber; zudem würden durch Klimaneutralität 2030 über 35.000 Arbeitsplätze entstehen.

Der KlimaStadtPlan für Essen zeigt also, dass Klimaneutralität möglich ist und sich unterm Strich lohnt. Jetzt braucht es politischen Willen und eine klare Entscheidung für die Zukunft in Essen und anderswo. Daran wollen wir mitwirken.